| Wasserqualität - Werden die Ziele verfehlt? | | |
| Geschrieben von: Wnetzadmin |
Der durch die EU-weite Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) geforderte gute chemische und gute ökologische Zustand wird in großen deutschen Gewässern bis 2015 wahrscheinlich nicht erreicht werden können. Dieser nüchterne Satz fasst zusammen, was Naturschutzverbände schon seit langem vermuten, das Bild des chemischen Wasserzustands fällt zu positiv aus. Während die Bewirtschaftungspläne in Deutschland überwiegend zu einem positiven Bild kommen, zeigt eine aktuelle Studie,die jetzt vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) vorgestellt wurde, dass nach wie vor gerade in unseren großen Flüssen ein chemischer Cocktail zusammenkommt. Dabei wurden noch nicht einmal die Flüsse mit den größten Industrieansammlungen untersucht, Elbe, Weser, Ems und Aller wurden bislang meist als vergleichsweise unauffällig angesehen. Durchgeführt wurde die Studie von der Universität Koblenz-Landau, dem Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Vier Jahre lang haben sie Daten aus den genannten Flüssen ausgewertet. Dabei wurden 225 von 331 untersuchten Stoffen in den Gewässern gefunden, und das zum Teil in Konzentrationen, die akute toxische Effekte auf Gewässerorganismen wahrscheinlich erscheinen lassen. Wichtig dabei: Viele der Substanzen, die schädlich für Gewässerorganismen sind, finden sich nicht auf der Liste der von der EU als prioritär eingestuften Stoffe, die zur Beurteilung des chemischen Zustandes von Oberflächengewässern herangezogen werden. Im Gegensatz dazu wurden zum Beispiel nicht zugelassene Pestizide in den Gewässern nachgewiesen. Bleiben die Belastungen in den großen Strömen auf dem heutigen Niveau, werden die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie schwer zu realisieren sein, sind sich die Wissenschaftler einig. Lesen sie hier weitere Informationen zur Studie in einer Pressemitteilung des UFZ
|
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 31. August 2011 um 13:13 Uhr |