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Geschrieben von: Quelle: BBU-Rundbrief   
Junger mais auf dem Feld
Quelle: W.J.Pilsak at de.wikipedia.org

Originalmeldung: BBU Wasser-Rundbrief - 22.06.2010

Biogas und Gewässerschutz - wie passt das zusammen?

Biogasanlagen boomen. Wegen des stark zunehmenden Anbaus von Energiemais spricht man regional schon von einer "Vermaisung" der Landschaft. Das ist aber nur die eine Seite des Problems. Ein weiterer Problemdruck resultiert aus der Frage, wie man grundwasserschonend die Gärsubstrate aus den Biogasanlagen verwerten kann. Risiken resultieren aus der schlecht steuerbaren Zusammensetzung der Flüssigsubstrate und den Inhaltsstoffen dieser Gärreste - und aus der Versuchung, die Gärreste möglichst im Nahbereich der Biogasanlage zu entsorgen. Denn wegen des hohen Wasseranteils lohnen sich ähnlich wie bei der Gülle keine weiten Transportwege.

Wegen der eskalierenden Probleme für den Boden- und Gewässerschutz aufgrund des rasanten Neubaus von Biogasanlagen hat die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) jetzt ein "Merkblatt" publiziert, um den Schaden zu begrenzen. Das "Merkblatt DWA M 907" richtet sich mit seinen Empfehlungen an Landwirte, die Nachwachsende Rohstoffe (NaWaRo) als weiteres Standbein für ihre wirtschaftliche Existenz einsetzen. Ferner soll das "Merkblatt" der landwirtschaftlichen Beratung "eine Grundlage zur konstruktiven Unterstützung der Landwirtschaft für die Wahl der Fruchtfolge, bei der Anbaugestaltung und der Einschätzung der Belastung von Gärrückständen aus Sicht des Boden- und Gewässerschutzes" bieten.

Der hohe Problemdruck hat dazu geführt, dass bei der Erstellung des "Merkblattes" vielfältige Stellungnahmen eingegangen sind. Der zuständige DWA-Arbeitskreis hat versucht, diese Stellungnahmen weitgehend in die Empfehlungen zu integrieren. Da die Wasserwerke von der überbordenden Gärsubstrat-Schwemme besonders betroffen sind, hat bei der Erstellung des "Merkblattes" auch eine enge Abstimmung mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) stattgefunden.

Wie bei DWA-Merkblättern üblich, ist der Preis der Broschüre mit 50 Euro nicht eben gering. Gemessen an den Kosten für eine Biogasanlage sind 50 Euro zwar belanglos - aber 50 Euro für eine 50 Seiten dicke Broschüre dürften doch der wünschenswerten breiten Verbreitung des Merkblattes etwas im Wege stehen.

Merkblatt DWA-M 907
Erzeugung von Biomasse für die Biogasgewinnung unter Berücksichtigung des Boden- und Gewässerschutzes.
April 2010, 50 Seiten, ISBN 978-3-941897-13-7,
Ladenpreis: 55,00 Euro (ermäßigt: 44,00 Euro).

Herausgeber und Vertrieb:

DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.,
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef,
Tel. 02242 / 872-333, Fax -100,
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DWA-Shop: www.dwa.de/shop
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. August 2010 um 12:03 Uhr