Quelle: Weser-Werre-Elese-Projekt Gemeinsam für den Bach - Bachpatenschaften in NRW Kennenlernen - Erfahrungen austauschen - Selbst gründen Am Samstag, dem 6. Februar 2010 hatten der BUND Landesverband NRW und die NUA zu einem landesweiten Treffen aller Bachpaten in Nordrhein-Westfalen eingeladen. Etwa 60 Teilnehmer, darunter viele aktive Bachpaten und -patinnen waren der Einladung gefolgt und machten von der Möglichkeit des Erfahrungsaustausches Gebrauch. Für alle die nicht dabei sein konnten, haben wir hier einen Bericht für die Veranstaltung zusammengestellt, der auch Zugriff auf die meisten Vorträge des Tages und weitere Informationen bietet. Für eilige finden Sie alle Dokumente zu Herunterladen auch in unserem Downloadbereich. Bereits um 9 Uhr begannen die ersten Teilnehmer damit, das Foyer des NUA-Tagungsgebäudes und den Vertragssaal in eine Ausstellung zu verwandeln. So hatten auch die Bachpatenschaften, die nicht am Vortragsprogramm teilnehmen konnten, eine Gelegenheit, sich vorzustellen. Eröffnet wurde die Veranstaltung pünktlich um 10 Uhr durch Dr. Laukötter (NUA) und Paul Kröfges, den Landesvorsitzenden des BUND. Beide hoben in Ihren Grußworten die besondere Bedeutung der Bachpatenschaften hervor, damit den Bach vor der eigenen Haustür kennen zu lernen. Bislang gibt es noch viel zu wenige Patenschaften in Nordrhein-Westfalen! Das eigentliche Vortragsprogramm wurde durch Dr. Ludwig Tent eingeleitet, der sich bereits seit vielen Jahren für den Schutz und die Entwicklung kleiner Gewässer einsetzt. Neben seiner Tätigkeit für die Stadt Hamburg engagiert er sich in Naturschutzprojekten der Edmund-Siemers-Stiftung und hat ein umfangreiches Internetangebot zusammengestellt, dass Sie unter www.salmonidenfreund.de finden. Sein Vortrag "Aktionsmöglichkeiten für Bachpatenschaften " beschreibt wichtige Grundlagen für den Umgang mit kleinen Flachlandbächen und gibt insbesondere Anregungen für "kleine" Maßnahmen. Darunter finden sich viele Ideen, die für wenig Geld auch von Patenschaften in NRW aufgegriffen werden könnten. Es folgte ein Vortrag von Frau Erika Mirbach aus dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz (LUWG). Sie arbeitet dort unter anderem für die "Aktion Blau" ein bereits über 10 Jahre bestehendes Projekt zum Schutz der Gewässer in Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der Aktion Blau haben sich bis heute bereits mehr als 800 Bachpatenschaften gegründet! In Ihrem Vortrag "Bachpatenschaften in Rheinland-Pfalz" stellte Sie diese Entwicklung und die Rahmenbedingungen in RLP ausführlich vor. Als dritter Block des Vormittags gab es mehrere Kurzvorträge, in denen sich verschiedene bestehende Bachpatenschaften aus NRW vorstellten. Hier präsentierten sich vor allem Schulen, in denen engagierte Lehrer den Grundstein für die Patenschaften legen. Den Auftakt machte das Bert-Brecht-Gymnasium aus Dortmund Kirchlinde, die eine Patenschaft für einen Teil des Dellwiger Bachs übernommen haben (Download). Es folgte das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium aus Lünen, das in Kooperation mit dem Lippe-Verband die Rühenbecke betreut (Download). Den letzten Vortrag vor der Pause bestritten schließlich Lotta Hartung und Joachim Pastors aus Wuppertal. Sie stellten die Patenschaft der BUND-Spechte vor, die sich mit dem Rheinbachtal beschäftigt (Diese Präsentation liegt uns noch nicht vor!).
Für den Nachmittag war zunächst ein Vortrag von Astrid Keune vorgesehen, die die Zusammenarbeit zwischen Emschergenossenschaft/Lippeverband (EGLV) und verschiedenen Bachpatenschaften an den Schulen der Region präsentieren sollte. Leider musste dieser Vortrag krankheitsbedingt ausfallen. Sie finden weitere Informationen zu den Aktivitäten des EGLV im Internet unter: www.eglv.de/wasserportal.html Dankenswerterweise wurde dieser Vortragsplatz vom Otto-Hahn-Gymnasium aus Herne übernommen. Die dortige Bachpatenschaft entstand ebenfalls in Kooperation mit der Emschergenossenschaft, so dass dieser Vortrag bereits viele Wissenslücken schließen konnte. Vom Ruhrgebiet ging es dann mit dem Vortrag von Birgit Rafflenbeul und Peter Steeger wieder zurück auf die Landesebene. Sie stellten die Entwicklung und die Arbeitsperspektiven der Flussnetzwerke NRW vor. Dieses Projekt der NUA vernetzt bereits seit einigen Jahren Schulen, die sich mit der Untersuchung der Gewässer in ihrer Nähe beschäftigen. Damit die Ergebnisse nicht nur Einzelstücke bleiben bietet eine umfangreiche Internetplattform die Möglichkeit, Untersuchungsergebnisse zu präsentieren und mit anderen auszutauschen. Sie finden dieses Internetangebot unter: www.flussnetzwerke.nrw.de. Am Schluss des Vortragsprogramms gab es noch einmal zwei Vorstellungen von langjährig existierenden Initiativen aus dem Raum Bonn. Zunächst stellte Eugen Deubel die Bachpatenschaft Hardtbach vor, die bereits seit ca. 20 Jahren existiert. Diese Gruppe konnte durch ihren persönlichen Einsatz bereits viel für die Gewässer in der Gemeinde Alfter erreichen. Besonders interessant ist dabei, das viele Aktionen nur einen geringen finanziellen Aufwand erforderten. (Leider gibt es keine Präsentation zu diesem Vortrag, wir bemühen uns aber um das Manuskript.) Auch die Lengsdorfer Bachfreunde sind bereits seit vielen Jahren tätig. Ihr Vorsitzender Klaus Schmäck stellte die Aktivitäten des Vereins vor, der mit zahlreichen Informationstafeln im Vortragssaal vertreten war. Leider gibt es auch zu diesem Beitrag keine Präsentation. Kurz vor 16 Uhr endete die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken für alle, die bis zum Schluss ausgehalten hatten. Die Teilnehmer zogen eine positive Bilanz und vielfach wurde der Wunsche geäußert, eine vergleichbare Veranstaltung auch in den nächsten Jahren anzubieten. Wenn Sie Interesse daran haben melden Sie sich doch bei der NUA oder achten Sie auf die Veranstaltungsankündigungen des BUND und der NUA.
Einen schönen Beitrag zu dieser Veranstaltung finden sie auch im Blog von Ludwig Tent unter osmerus.wordpress.com. |