Nachlese: Flusskrebsschulung in Menden Drucken E-Mail
Geschrieben von: Frank Weissenberg   
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Flusskrebsschulung verdeutlicht Gefährdung

Am 18. März 2010 trafen sich Kartierer und Interessierte zur Flusskrebsschulung in Menden. Das Edelkrebsprojekt NRW bietet neben derartigen Abendveranstaltungen auch Tagesseminare an.

Schnell wurde deutlich, wie gefährdet unsere beiden in NRW heimischen Flusskrebsarten sind. Im Gegensatz zu den eingeschleppten amerikanischen Arten können sich Edel- und Steinkrebse nicht gegen die Krebspest behaupten. Der Pilz führt innerhalb weniger Tage zum Tod des Tieres.

In Fließgewässern trägt die Strömung die Sporen in die unterhalb liegenden Abschnitte. Eine Ausbreitung ist so in kurzer Zeit möglich. Nur strikte Hygieneregeln können die Ausbreitung auf noch nicht infizierte Stillgewässer und Fließgewässerabschnitte verhindern. Das Trocknen von Gegenständen (wie Stiefeln und Fanggeräten) reicht bereits aus, wie auch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen beim Besatz mit Fischen.

Über 500 Kartierer wurden im Rahmen des Projektes in NRW bereits geschult. Dennoch bedarf es weiterer Personen, um die Lücken in der Kartierung zu veringern und somit zum Erhalt des Edelkrebses beizutragen.

Mithilfe des ausgehändigten Bestimmungsschlüssels ist selbst Neulingen bereits ein erstes Bestimmen möglich. Um jedoch einen guten Einstieg ins Thema zu erhalten, wird die Teilnahme an einem der Tagesseminare empfohlen.

Weitere Informationen finden sich unter http://www.edelkrebsprojektnrw.de/

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. März 2010 um 14:01 Uhr