Neue Wege der Gewässerunterhaltung Drucken E-Mail
Geschrieben von: Christoph Aschemeier   

Unternhaltung mit dem großen Bagger

Den guten Gewässerzustand erreichen

NUA-Seminar am 21.4.2012 in Nettetal

Auch 2012 wünschen sich viele Anlieger "ordentliche" Bäche als Ziel der Gewässerunterhaltung. Alle potenziellen Hindernisse sollen entfernt und die Ufer regelmäßig gemäht werden.Die Folge sind oft ökologisch verarmte Gewässer, in denen vor allem die Arten dominieren, die dabei nur wenig geschädigt werden oder sich sich besonders rasch vermehren können. Dabei handelt es sich oft um "Ubiquisten", also Arten, die überall vorkommen und meist nur geringe Anforderungen an ihren Lebensraum stellen.

Dem gegenüber steht die Forderung der Wasserrahmenrichtlinie, an allen Gewässern einen "guten Zustand" zu erreichen. Ein wichtiges Kriterium ist dabei eine große Artenvielfalt "typspezifischer" Gewässerbewohner, die oft ganz besondere Ansprüche an ihren Lebensraum stellen. So brauchen manche Libellenlarven eine Entwicklungszeit von einem Jahr oder länger, so dass regelmäßige Räumungen zum Verlust dieser Arten führen.

Eine grundsätzliche Maßnahme zur Verbesserung des Gewässerzustands ist daher der Umbau der Gewässerunterhaltung auf eine "ökologisch" angepasste Arbeitsweise. Der aktuelle Bewirtschaftungsplan sieht für nahezu alle Gewässer diese Maßnahme vor, die bereits 2010 mit der Aktualisierung der Blauen Richtlinie in NRW beschrieben wurde.

Im NUA-Seminar "Neue Wege der Gewässerunterhaltung" trafen sich im April 2012 ca. 45 Fachleute aus Verwaltungen, Wasserverbänden, Ingenieurbüros und dem ehrenamtlichen Naturschutz, um sich über die zukünftige Ausgestaltung der Gewässerunterhaltung zu informieren.

Wir stellen Ihnen hier in den nächsten Tagen die Vorträge zum Download zur Verfügung.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Mai 2012 um 09:35 Uhr