| Maßnahmen an der Bundeswasserstraße Rhein | | |
| Geschrieben von: Administrator |
| Innerhalb der Maßnahmenplanung für das Gebiet Rheingraben-Nord stellt die Planungseinheit 1500 eine Besonderheit dar. Sie umfasst ausschließlich das Flussbett des Rheins (Rheinschlauch) während die angrenzenden Flächen des Einzugsgebiets eigenen Planungseinheiten zugeordnet wurden.
Der Rhein ist auf der gesamten Fließstrecke in NRW als Bundeswasserstraße eingeordnet, aufgrund der intensiven Nutzung für die Schiffahrt wird er als erheblich verändert (HMWB) eingestuft. Gleichwohl hat er eine große ökologische Bedeutung, denn er ist das Rückgrat für die gesamte Flussgebietseinheit und ist damit die entscheidende Wanderstrecke für viele Tierarten. Teile des Flusslaufs sind als FFH-Gebiet ((DE-4405-301, Rhein-Fischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad Honnef ) zum Schutz der Wanderfischarten eingestuft. Für die Maßnahmenplanung resultieren daraus mehrere Anforderungen:
- Die besondere Bedeutung für die Ökologie erfordert ein hoch angesetztes ökologisches Potenzial, d.h. alle technisch möglichen Maßnahmen sollten zeitnah umgesetzt werden
- Die Schifffahrt als wesentliche Nutzung erschwert die Verbesserung der Gewässermorphologie. Zudem ist nicht das Land NRW sondern der Bund für die Unterhaltung des Rhein zuständig
- Bei allen Planungen am Rhein ist der Hochwasserschutz besonders zu beachten
- Maßnahmenplanungen am Rhein müssen mit allen Anliegerstaaten koordiniert werden
Für die Planung von Maßnahmen am Rhein hat das Land daher eine besondere Studie in Auftrag gegeben, die vom Büro Koenzen durchgeführt wurde. Ergebnis ist ein Bündel von Einzelmaßnahmen, die sich ausschließlich auf die Uferbereiche und Hinterländer beziehen. Für das Flussbett selbst wurden keine Eingriffsmöglichkeiten gesehen. Die Ergebnisse diese Studie sind in Karten dokumentiert, die sie auf der Rheingraben-Homepage finden. Bislang (Stand Ende Juli 2008) hat die Geschäftsstelle aus den Ergebnissen dieser Studie noch keine Programm-Maßnahmen oder eigenständigen Planungen abgeleitet. Auch fehlen bislang Planungen zum Umgang mit stofflichen Belastungen insbesondere aus den Anliegerstädten und der Industrie.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 01. August 2008 um 15:54 Uhr |